Montag, 22. Juli 2013

[025] Kirschstreuselkuchen


Gute Freunde von mir haben einen Garten. Was da alles wächst passt auf keine Kuhhaut. Muss es auch nicht. Ich könnte nämlich stundenlang durch die Büsche schlendern und ganze Nachmittage damit zubringen zu pflücken und zu ernten: Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Kirschbeeren. Da trifft es sich gut, dass ich mich nicht nur auf das Kochen von Marmelade, sondern auch auf das Backen von Obstkuchen verstehe. Und weil man bei diesem wunderbaren Wetter eigentlich besseres zu tun haben sollte, als in der Küche den Herd Ofen zu hüten, gibt es heute ein ganz schnelles Rezept. Flott, simpel, raffiniert und lecker. Mit Streuseln!     



Zutaten Rührteig:

200 gr weiche Butter
200 gr Zucker
400 gr Mehl
4 Eier
1 Prise Salz
1 Päck. Backpulver
1 Päck. Vanillezucker
1 Kilo Sauerkirschen*

*entsteint. Frisch aus dem Garten oder aus dem Glas. Klappt auch wunderbar mit Johannisbeeren, Blaubeeren, Himbeeren oder Stachelbeeren.

Zutaten Streusel:

100 gr Butter
100 gr Zucker
1 Päck. Vanillezucker
200 gr. Mehl
1/2 tl Backpulver
1 Eigelb



Zubereitung:

1. Die sehr weiche Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker drei Minuten lang schaumig aufschlagen.

2. Vier Eier und eine Prise Salz zugeben und abermals drei Minuten lang aufschlagen.

3. Mehl und Backpulver miteinander vermengen und anschließend das Mehlgemisch in vier bis fünf Schwüngen unter die Butter-Ei-Masse rühren.

4. Ein Backblech mit Butter ausstreichen und gründlich mehlen. Überschüssiges Mehl ausklopfen.

5. Den Teig mit einem Kuchenspatel gleichmäßig auf dem Backblech verstreichen. Anschließend die abgetropften Sauerkirschen auf dem Teig verteilen.

6. Für die Streusel alle Zutaten mit bloßen Händen in einer Schüssel vermengen bis eine krümelige Masse entsteht. Streusel gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.  

7. Im vorgeheizten Backofen bei 180° (Ober-/Unterhitze) 35 bis 40 Minuten lang backen. Mit einem Zahnstocher eine Garprobe machen. Vollständig auskühlen lassen und mit etwas Puderzucker oder Sahne genießen.



Dieses Rezept ergibt etwa 12 bis 16 Portionen.

Zubereitungszeit: 15 Minuten
Backzeit: 40 Minuten

Gesamtkosten: ab 7,60 € *

* Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von diversen Bioprodukten (z.B. Freilandeier, Sauerkirschen).

Samstag, 15. Juni 2013

[024] Teekuchen


Ich kann nicht leugnen: Ich mag es saftig! So hübsch Großmutters Marmorkuchen auch anzusehen war, ohne ein Glas Milch dazu hätte ich als Kind kein einziges Stück davon herunterbekommen. Vom Sandkuchen aus der Backwarenkette um die Ecke soll dabei gar nicht erst die Rede sein. Nur so viel: Sie werden schon wissen, warum sie ihn dort 'Märkischen Sand Kuchen' nennen. Zum Glück ist mir vor ein paar Jahren dieses Rezept in die Hände gefallen: Englisch soll es sein. Angeblich. Wer weiß ob's stimmt? Zumindest der schwarze Tee im Teig spricht sehr dafür, und dass er so wunderbar feucht ist. Saftig eben. Let's give it a try! Es lohnt sich!       



Zutaten:

6 gr schwarzer Tee (Earl Grey, Darjeeling oder Assam)
225 ml Milch
175 gr weiche Butter
100 gr Zucker
2 große Eier
100 gr Honig
1 Päck. Vanilleextrakt
250 gr Kuchenmehl (Weizenmehl Typ 550)
1 1/2 tl Backpulver
1/2 tl Salz



Zubereitung:

1. Teeblätter, falls lose, zuerst fein mahlen. Beuteltee dagegen direkt in 225 ml Milch aufkochen. Gemisch vom Herd nehmen und vollständig auskühlen lassen.

2. Butter und Zucker 3 Minuten lang cremig aufschlagen. Eier einzeln zugeben und je 2 Minuten lang unterrühren, bis eine cremige Masse entsteht. Anschließend Honig und Vanilleextrakt zugeben und weiterrühren, bis alle Zutaten gründlich vermischt sind.

3. Mehl, Backpulver und Salz miteinander vermengen. Nun das Mehl und das Milch-Tee-Gemisch abwechselnd und in kleinen Portionen unter die Butter-Ei-Masse rühren.

4. Eine Kastenform (25 cm) mit Butter ausstreichen und mehlen. Überschüssiges Mehl ausklopfen.

5. Den Teig gleichmäßig in die Kastenform füllen. Nach Belieben 3 Esslöffel Zuckerrübensirup zügig unterheben.

6. Im vorgeheizten Backofen bei 175° (Ober-/Unterhitze) 55 bis 60 Minuten lang backen. Mit einem Zahnstocher eine Garprobe machen. Vollständig auskühlen lassen und mit einem Glas Milch oder etwas Sahne genießen.



Dieses Rezept ergibt etwa 12 Portionen.

Zubereitungszeit: 20 Minuten
Backzeit: 60 Minuten

Gesamtkosten: ab 3,50 € *

* Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von diversen Bioprodukten (z.B. Freilandeier, Honig).

Dienstag, 30. April 2013

[023] Schwedische Haferkekse

Sehr oft sind es die kleinen, etwas unspektakulären Rezepte, die erst beim Backen ihre Raffinesse entfalten. Besonders deutlich wird diese Raffinesse genau dann, wenn etwas daneben geht. Das Rezept, das ich heute vorstellen möchte ist dafür das perfekte Beispiel. Wenn man sich seine Zutatenliste einmal anschaut, wird man nicht gleich glauben können, dass hier überhaupt etwas schiefgehen kann. Aber weit gefehlt! Wer sich unbedingt selbst davon überzeugen möchte, dem würde ich raten einfach mal 25gr Weizenmehl mehr zu nehmen oder ganz spontan den Sirup wegzulassen. Es wird immer in einer Katastrophe enden! Wer dagegen mehr Spaß an perfekten, karamellknusprigen Haferkeksen hat, der wird mir wohl vertrauen müssen und das folgende Rezept einfach mal nachbacken müssen! Viel Spaß!



Zutaten:

150 gr Butter
90 gr Haferflocken
125 gr Weizenmehl
150 gr Zucker
4 el Milch
4 el Zuckerrübensirup
1 Prise Salz
1/4 tl Backpulver



Zubereitung:

1. Die Butter in einem Topf schmelzen, Zucker zugeben und unter ständigem Rühren aufkochen, bis das Gemisch aufschäumt.

2. Den Topf von der Herdplatte nehmen und nacheinander Mehl, Backpulver, Milch, Haferflocken, Sirup und Salz unterrühren.

3. Das Gemisch 15 Minuten lang abkühlen lassen.

4. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mit einem Teelöffel traubengroße Teighäufchen formen und mit einem Abstand von 6 bis 8 cm gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und leicht flachdrücken.

5. Im vorgeheizten Backofen bei 180° (Ober-/Unterhitze) 6 Minuten backen. Vollständig auskühlen lassen und mit einem Glas Milch genießen.



Dieses Rezept ergibt etwa 50 Kekse.

Zubereitungszeit: 25 Minuten
Backzeit: 6 Minuten pro Boden

Gesamtkosten: ab 1,30 € *

* Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von diversen Bioprodukten (z.B. Milch, Butter, Zuckerrübensirup).

Donnerstag, 18. Oktober 2012

[022] Chocolate Fudge Cake

Jetzt schau ich schon seit 5 Minuten auf dieses Bild hier oben und überlege mir mit welchen humorvoll-charmanten Worten ich diesen Blogeintrag beginnen könnte. Aber wie lange ich auch starre, wie lange ich auch vorgebe nachzudenken, mein Gehirn sagt immer nur das gleiche: Schokolade.



Zutaten des Kuchenbodens:

400 gr Zucker
225 gr Mehl
110 gr Kakao
2 tl Natron
1 tl Backpulver
1 tl Salz
2 Eier
240 gr Buttermilch
240 ml kalter Kaffee
110 gr Öl
1 tl Vanilleextrakt

Zutaten für das Frosting:

300 gr Blockschokolade
150 ml Sahne
85 gr Butter



Zubereitung für den Kuchenboden:

1. Alle trockenen Zutaten (Zucker, Mehl, Kakao, Natron, Backpulver und Salz) gründlich mit einander vermengen.

2. Eier, Buttermilch, den kalten Kaffee, sowie Öl und Vanilleextrakt hinzufügen und 2 Minuten lang mit einem Mixer verrühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.

3. 2 Springformen (Ø 24 cm) einfetten, den Boden mit rund zugeschnittenem Backpapier auslegen und den Teig gleichmäßig auf beide Formen verteilen. Anschließend im gut vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 35 Minuten auf mittlerer Schiene backen.*

* Sollte in eurem Backofen nicht genügend Platz für zwei Springformen auf einer Schiene sein, könnt ihr die beiden Böden auch getrost nacheinander backen.

4. Die beiden Böden 10 Minuten lang in der Form abkühlen lassen. Anschließend auf einen Rost stürzen, Backpapier vorsichtig ablösen und vollständig auskühlen lassen.

Zubereitung des Frostings:

1. Schokolade und Butter in einem Wasserbad schmelzen.

2. Sahne gründlich unterrühren und das Gemisch vollständig auskühlen lassen. Anschließend mit einem Schneebesen 2 Minuten lang aufschlagen.

3. Den ersten Tortenboden auf eine Kuchenplatte oder einen großen Teller legen und mit einem Drittel des Frostings bestreichen. Anschließend den zweiten Tortenboden vorsichtig darüberlegen und ebenfalls mit einem Drittel des Frostings bestreichen. Zu guter Letzt den Rand des Kuchens mit dem verbleibenden Frosting garnieren. Den gesamten Kuchen mindestens eine Stunde lang im Kühlschrank kalt stellen.



Dieses Rezept ergibt etwa 12 Portionen.

Zubereitungszeit: 30 Minuten
Backzeit: 35 Minuten pro Boden
Kühlzeit: mind. 1 Stunde

Gesamtkosten: ab 5,40 € **

** Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von diversen Bioprodukten (z.B. Freilandeier, Kakao, Kaffee).

Montag, 8. Oktober 2012

[021] Versunkener Apfelkuchen


Seitdem ich das letzte Mal ein Rezept auf diesem Backblog gepostet habe sind 281 Tage ins Land gegangen.

In dieser Zeit bin ich einmal umgezogen, es wurden mittlerweile 4 Auflagen meines Buches gedruckt, ich habe damit über 90 Lesungen absolviert, dieser Blog wurde bei Facebook von mittlerweile 574 Usern geliked und aus 50.000 Seitenaufrufen wurden über 280.000!

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich bin zurück.



Zutaten: 

125 gr weiche Butter
150 gr Zucker
1 EL Zuckerrübensirup
2 große Eier (getrennt)
250 gr Mehl
1/2 Päck. Backpulver
100 ml Milch
50 ml Sahne
600 gr Äpfel (Boskoop, Elstar)



Backanleitung:

1. Die weiche Butter mit dem Zucker, dem Zuckerrübensirup und den beiden Eigelb schaumig aufschlagen.

2. Mehl, Backpulver, Sahne und Milch unterrühren.

3. Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Kuchenteig heben.

4. Den Teig gleichmäßig auf dem Boden einer gefetteten und bemehlten Springform (Ø 26 cm) verteilen.

5. Äpfel schälen, entkernen, achteln und nach Belieben auf dem Teig verteilen.*

*Hier ist Vorsicht geboten: Die Apfelstücke nur auflegen, nicht hineindrücken.  

6. Im vorgeheizten Backofen bei 180° (Ober-/Unterhitze) 45 Minuten lang backen. Mit süßer Sahne, Puderzucker oder etwas Vanilleeis genießen.



Dieses Rezept ergibt etwa 8 Portionen.

Zubereitungszeit: 25 Minuten
Backzeit: 45 Minuten

Gesamtkosten: ab 3,10 € **

** Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von diversen Bioprodukten (z.B. Freilandeier, Äpfel).

Samstag, 31. Dezember 2011

[020] Sheila's Pudding



Entgegen anders lautender Gerüchte in der deutschen Backblog-Szene bin ich nach wie vor am Leben und erfreue mich bester Gesundheit. Ich lag weder im Koma, noch auf einer Intensivstation; nicht in einer brandenburgischen Therme, nicht an einem Strand in Übersee und auch nicht mit offenen Pulsadern in der heimischen Badewanne - sonderlich lediglich begraben unter einem Berg an Arbeit: Ein trostloser Ort, an dem ich mich hauptsächlich von Erdnussflips, Käserandstücken, Club Mate und dem Koreaner nebenan ernährt habe. (Dem koreanischen Restaurant nebenan, nicht dem koreanischen Nachbarn nebenan.) In ein paar Stunden nun ist das Jahr vorbei und in alter Bokowski'scher Tradition werden die Resthäufchen Arbeit mit einem großen Besen unter den Teppich gekehrt. Zeit für frischen Wind und frisches Backwerk!
Zum Abschluss des Jahres aber noch ein Klassiker aus meinem Fundus: Ein englisches Rezept für überbackene Pfirsiche. Auf der Insel bekannt als Sheila's Pudding. Leicht variiert nach einem Rezept von Jamie Oliver



Zutaten:

4 reife Pfirsiche oder wahlweise 1 große Dose eingemachte Pfirsiche
1 Vanilleschote oder wahlweise 1 Päckchen Vanillezucker
125 gr weiche Butter
125 gr Zucker
2 große Eier
125 gr Mehl
1/2 tl Backpulver



Zubereitung:

1. Die reifen Pfirsiche schälen, entkernen und halbieren. Anschließend mit 2 Esslöffeln Zucker und etwas Wasser in einer großen Pfanne bei schwacher Hitze 5 Minuten lang anschwitzen. / Die Dosenpfirsiche gründlich abtropfen lassen.

2. Butter, Zucker und Vanillemark (wahlweise Vanillezucker) aufschlagen.

3. Eier zugeben und weiterschlagen bis eine luftige schaumige Masse entsteht.

4. Mehl und Backpulver unterrühren.

5. Die Pfirsichhälften in einer gebutterten und bemehlten Auflaufform verteilen und gleichmäßig mit Teig bedecken.

6. Im vorgeheizten Backofen bei 175° (Ober-/Unterhitze) 45 Minuten lang backen. Lauwarm mit einer Kugel Eis oder etwas Vanillesoße genießen.



Dieses Rezept ergibt etwa 3 bis 4 Portionen.

Zubereitungszeit: 15 Minuten
Backzeit: 45 Minuten

Gesamtkosten: ab 3,30 € *

* Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von diversen Bioprodukten (z.B. Freilandeier).

Samstag, 5. November 2011

[019] Chocolate Chip Cookies

Zeit für ein Geständnis: Ich mag keine Vanillekipferl. Ich mag auch keinen Lebkuchen, keine Printen, keinen Stollen, keine Maronen und auch ganz bestimmt kein Magenbrot. Ich mag nur Zimtsterne, die harten, mit denen man kleine grüne Weihnachtselfen erschlagen kann. Und nun, da sich das Jahr langsam aber sicher seinem Ende entgegenneigt, habe ich ein wenig Angst davor, dass einige von euch in 4 bis 6 Wochen irgendwelches Weihnachtsgebäck von mir erwarten. Deshalb, gleich vorweg: Ich kann nur Kekse! Dafür aber verdammt gute. Heute zum Beispiel einen wahren Klassiker, die Ur-Mutter aller Kekse: Den Chocolate Chip Cookie!



Zutaten:

250 gr weiche Butter
1 tl Vanilleextrakt
125 gr weißer Zucker
125 gr brauner Zucker
2 große Eier
375 gr Mehl
1 tl Natron
1/2 tl Salz
300 gr Zartbittelschokolade / Chocolate Chips



Zubereitung:

1. Butter, Vanilleextrakt, braunen und weißen Zucker schaumig aufschlagen.

2. Eier einzeln hinzufügen und 2 Minuten weiterschlagen.

3. Mehl, Natron und Salz vermischen und unter die Butter-Ei-Masse rühren.

4. Grob gehackte Schokolade oder wahlweise Chocolate Chips unterheben.

5. Den Teig 30 Minuten lang im Kühlschrank kühlen.

6. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mit einem Esslöffel pflaumengroße Teighäufchen formen und mit einem Abstand von 6 bis 8 cm gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und leicht flachdrücken.

7. Im vorgeheizten Backofen bei 190° (Ober-/Unterhitze) 10 bis 11 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit einem Glas Milch genießen.



Dieses Rezept ergibt 25 bis 30 Kekse.

Zubereitungszeit: 15 Minuten
Ruhezeit: 30 Minuten
Backzeit: 10 bis 11 Minuten pro Blech

Gesamtkosten: ab 2,80 € *

* Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von diversen Bioprodukten (z.B. Freilandeier).



Dienstag, 25. Oktober 2011

[018] Kürbistarte



Eigentlich will ich es garnicht wahrhaben, aber: Der Sommer ist vorbei! Und ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern wo er geblieben ist.  Hab ich nicht gestern erst meine Mittagspause im Plötzensee verbracht, bei offenem Fenster geschlafen und im Biergarten den neuen Tag begrüßt. Und jetzt säuselt die Heizung und die Uhren wollen Winter feiern. Was bildet er sich eigentlich ein, dieser Herbst? Was hat er schon zu bieten? Nichts. Garnichts! Nur dieses blöde bunte Laub und romantischen Frühnebel im Wedding. Naja ... und Flammkuchen ... mit Federweißer. Und Esskastanien natürlich! Und Steinpilze in Borgsdorf, Braunkappen in der Wuhlheide und Pfifferlinge aus der Ukraine. Und Muscheln natürlich. Ich liebe Muscheln! Und Marmelade! Selbstgemachte Marmelade! Mit Äpfeln und Balsamico. Pflaume! Aprikose! Und natürlich Kürbistarte. Aber sonst nichts. Wirklich ... sonst garnichts!
   



Zutaten für den Mürbeteig:

275 gr Mehl
150 gr kalte Butter
3 El feinster Zucker
3 El kaltes Wasser

Backanleitung:

1. Mehl, Zucker und Butter mit der Hand zu einem krümeligen Teig vermischen.

2. Wasser hinzufügen und alles zügig zu einem glatten Teig verarbeiten.

3. Den fertigen Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie einschlagen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen.



4. Den Mürbeteig auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen.

5. Eine Tarteform (Ø 28 cm) oder wahlweise eine Springform (Ø 26 cm) mit dem ausgerollten Teig auslegen.*

*Ein gewöhnlicher Mürbeteig verfügt über einen so hohen Butteranteil, dass weder Tarte- noch Springform eingefettet werden müssen.

6. Den Mürbeteig mit einer Lage Backpapier bedecken, mit trockenen Erbsen oder Bohnen beschweren und im vorgeheizten Backofen 10 Minuten lang bei 175° (Ober/Unterhitze) blind backen. Anschließend weitere 10 Minuten unbedeckt weiterbacken.



Zutaten für die Füllung:

600 gr Kürbis**
2 große Eier
100 gr brauner Zucker
100 ml Sahne
1/4 tl gemahlener Ingwer

**z.B. Hokkaido, Muskat, am besten aber Butternusskürbis.

1. Kürbis schälen, würfeln und 15 Minuten lang dämpfen, bis das Fruchtfleisch weich wird. Anschließend pürieren und auskühlen lassen.

2. Eier, Zucker und Sahne aufschlagen. Anschließend das Kürbispüree und den Ingwer unterrühren.

3. Die Masse gleichmäßig auf dem Boden der Tarteform verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 150° (Ober/Unterhitze) 45 Minuten lang backen, bis die Masse fest ist.

4. In der Form auskühlen lassen und mit süßer Sahne oder Walnusseis servieren.



Dieses Rezept ergibt 8 bis 12 Portionen.

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten
Ruhezeit: mind. 1 Stunde
Backzeit: ca. 45 Minuten

Gesamtkosten: ab 3,80 € ***

*** Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von Zutaten aus biologischem Anbau (Kürbis) und anderer Bioprodukte (z.B. Freilandeier).

Montag, 15. August 2011

[017] Carrot Cake



Zu den beliebtesten Rezepten, sofern man den Klickzahlen meiner Blogstatistik glauben darf, gehört das Rezept für die Carrot Cake Cookies, das ich vor guten 3 Monaten gepostet habe. Etwa zur gleichen Zeit ist mir ein Rezept für einen amerikanischen Carrot Cake in die Hände gefallen, das meinem bisherigen Rüblikuchen-Rezept schnell den Rang abgelaufen hat. Es ist ein bisschen aufwändiger als der gewöhnliche Rührkuchen, aber es lohnt die Mühe, und nachdem ich es ein wenig nach meinen Vorstellungen verfeinert habe, möchte ich nicht länger hinterm Berg damit halten. Viel Spaß beim Nachbacken!



Zutaten für den Kuchenboden:

125 gr Walnüsse
450 gr ungeschälte Karotten (geschält und geraspelt ca. 325 gr)
325 gr Mehl
1 tl Natron
2 tl Backpulver
1 tl Zimt
4 große Eier
1/2 tl Salz
375 gr Zucker
300 ml (250 gr) Speiseöl
1 Päck Vanilleextrakt



Zubereitung:

1. Walnüsse nach Belieben anrösten und anschließend in grobe Stücke haben.

2. Karotten schälen und fein Raspeln.

3. Mehl sieben und anschließend Backpulver, Zimt und Natron untermischen.

4. Eier mit Salz aufschlagen. Zucker zugeben und 3 bis 4 Minuten lang schlagen, bis eine hellgelbe schaumige Masse entsteht.

5. Unter ständigem Rühren Öl und Vanilleextrakt zufügen.

6. Mit einem großen Löffel nach und nach das Mehlgemisch zufügen und untermischen.

7. Mit einem Backlöffel oder Spatel die geraspelten Karotten und die gehackten Walnüsse unterheben.

8. 2 Springformen (Ø 28 cm) einfetten, den Boden mit rund zugeschnittenem Backpapier auslegen und den Teig gleichmäßig auf beide Formen verteilen. Anschließend im gut vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 25 bis 28 Minuten auf mittlerer Schiene backen.*

* Sollte in eurem Backofen nicht genügend Platz für zwei Springformen auf einer Schiene sein, könnt ihr die beiden Böden auch getrost nacheinander backen. In einem Heißluftofen sollte es wohl auch möglich sein zwei Tortenboden untereinander zu backen. Bei einem Backofen mit Ober-/Unterhitze würde ich aber eher davon abraten. 

9. Die beiden Böden 15 Minuten lang in der Form abkühlen lassen. Anschließend auf einen Rost stürzen, Backpapier vorsichtig ablösen und gründlich auskühlen lassen.



Zutaten für das Frosting:

50 gr weiche Butter
400 gr Frischkäse
300 gr Puderzucker
1 tl Zitronenschale



Zubereitung:

1. Butter und Frischkäse schaumig schlagen.

2. Gesiebten Puderzucker und Zitronenschale unterrühren.

3. Den ersten Tortenboden auf eine Kuchenplatte oder einen großen Teller legen und mit einem Drittel des Frostings bestreichen. Anschließend den zweiten Tortenboden vorsichtig darüberlegen und ebenfalls mit einem Drittel des Frostings bestreichen. Zu guter Letzt den Rand des Kuchens mit dem verbleibenden Frosting garnieren.**






** Das Garnieren des Rands erfordert ein wenig Fingerfertigkeit. Wer sich das nicht zutraut oder einen etwas ursprünglicher anmutenden Kuchen bevorzugt kann natürlich auf das Garnieren des Rands verzichten und das Frosting stattdessen zu gleichen Teilen zwischen den beiden Tortenboden und auf dem Kuchen verteilen.



Dieses Rezept ergibt etwa 12 bis 16 Portionen.

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten
Backzeit: 25 bis 28 Minuten pro Boden

Gesamtkosten: ab 5,90 € ***

*** Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von diversen Bioprodukten (z.B. Freilandeier, Karotten, unbehandelter Zitronenschale).

Montag, 25. Juli 2011

[016] Brownies

Zeit für einen Klassiker der amerikanischen Küche: Den Brownie. Ich kann mich an kaum einen Coffeeshop erinnern, in dem dieses Backwerk nicht in der Auslage liegt - leider nur all zu oft gepaart mit der höchst deutschen Mentalität alles gründlich durch- und ausbacken zu wollen. Dabei gehört es doch zum Grundwesen eines guten Brownies, in der Mitte nicht nur ein wenig feucht, sondern im besten Falle auch noch ein bisschen klebrig zu sein. Wem das Grundrezept nicht süß genug sein sollte, der kann gerne noch eine Schicht Glasur oben drauf knallen. Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.  

Zutaten:

200 gr Zartbitterschokolade
125 gr Butter
150 gr Mehl
200 gr Zucker
1/2 tl Backpulver
1/4 tl Salz
1 Päck. Vanillezucker
3 Eier
100 gr Walnüsse



Zubereitung:

1. Butter schmelzen und Schokolade hineinbröckeln. Bei Seite stellen, bis die Schokolade geschmolzen ist. Gelegentlich umrühren und kurz abkühlen lassen.

2. Mehl, Backpulver und Salz vermengen.

3. Eier mit einer Prise Salz schaumig aufschlagen. Zucker und Vanillezucker zugeben und 2 Minuten weiterschlagen. Anschließend die lauwarme Schokoladenmasse hinzufügen und alles gründlich verrühren.

4. Das gesiebte Mehl untermischen bis eine glatte cremige Masse enstanden ist.

5. Walnüsse unterheben.

6. Den Teig gleichmäßig in einer gefetteten Brownieform (ca. 24x24 cm)* verteilen. Im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene bei 180° (Ober-/Unterhitze) etwa 22 bis 26 Minunten backen.

7. Auskühlen lassen, in rechteckige Stücke schneiden und mit einem Glas Milch genießen.

*Wer sich nicht extra eine quadratische Backform für Brownies kaufen möchte, nur um dieses Rezept einmal auszuprobieren, der kann völlig bedenkenlos auf eine Springform (Ø zwischen 26 und 28) zurückgreifen.



Dieses Rezept ergibt etwa 9 bis 12 Brownies.

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Backzeit: ca. 25 Minunten

Gesamtkosten: ab 2,80 € **

**Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von Zutaten aus biologischem Anbau und anderer Bioprodukte (z.B. Freilandeier).