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Montag, 15. August 2011

[017] Carrot Cake



Zu den beliebtesten Rezepten, sofern man den Klickzahlen meiner Blogstatistik glauben darf, gehört das Rezept für die Carrot Cake Cookies, das ich vor guten 3 Monaten gepostet habe. Etwa zur gleichen Zeit ist mir ein Rezept für einen amerikanischen Carrot Cake in die Hände gefallen, das meinem bisherigen Rüblikuchen-Rezept schnell den Rang abgelaufen hat. Es ist ein bisschen aufwändiger als der gewöhnliche Rührkuchen, aber es lohnt die Mühe, und nachdem ich es ein wenig nach meinen Vorstellungen verfeinert habe, möchte ich nicht länger hinterm Berg damit halten. Viel Spaß beim Nachbacken!



Zutaten für den Kuchenboden:

125 gr Walnüsse
450 gr ungeschälte Karotten (geschält und geraspelt ca. 325 gr)
325 gr Mehl
1 tl Natron
2 tl Backpulver
1 tl Zimt
4 große Eier
1/2 tl Salz
375 gr Zucker
300 ml (250 gr) Speiseöl
1 Päck Vanilleextrakt



Zubereitung:

1. Walnüsse nach Belieben anrösten und anschließend in grobe Stücke haben.

2. Karotten schälen und fein Raspeln.

3. Mehl sieben und anschließend Backpulver, Zimt und Natron untermischen.

4. Eier mit Salz aufschlagen. Zucker zugeben und 3 bis 4 Minuten lang schlagen, bis eine hellgelbe schaumige Masse entsteht.

5. Unter ständigem Rühren Öl und Vanilleextrakt zufügen.

6. Mit einem großen Löffel nach und nach das Mehlgemisch zufügen und untermischen.

7. Mit einem Backlöffel oder Spatel die geraspelten Karotten und die gehackten Walnüsse unterheben.

8. 2 Springformen (Ø 28 cm) einfetten, den Boden mit rund zugeschnittenem Backpapier auslegen und den Teig gleichmäßig auf beide Formen verteilen. Anschließend im gut vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 25 bis 28 Minuten auf mittlerer Schiene backen.*

* Sollte in eurem Backofen nicht genügend Platz für zwei Springformen auf einer Schiene sein, könnt ihr die beiden Böden auch getrost nacheinander backen. In einem Heißluftofen sollte es wohl auch möglich sein zwei Tortenboden untereinander zu backen. Bei einem Backofen mit Ober-/Unterhitze würde ich aber eher davon abraten. 

9. Die beiden Böden 15 Minuten lang in der Form abkühlen lassen. Anschließend auf einen Rost stürzen, Backpapier vorsichtig ablösen und gründlich auskühlen lassen.



Zutaten für das Frosting:

50 gr weiche Butter
400 gr Frischkäse
300 gr Puderzucker
1 tl Zitronenschale



Zubereitung:

1. Butter und Frischkäse schaumig schlagen.

2. Gesiebten Puderzucker und Zitronenschale unterrühren.

3. Den ersten Tortenboden auf eine Kuchenplatte oder einen großen Teller legen und mit einem Drittel des Frostings bestreichen. Anschließend den zweiten Tortenboden vorsichtig darüberlegen und ebenfalls mit einem Drittel des Frostings bestreichen. Zu guter Letzt den Rand des Kuchens mit dem verbleibenden Frosting garnieren.**






** Das Garnieren des Rands erfordert ein wenig Fingerfertigkeit. Wer sich das nicht zutraut oder einen etwas ursprünglicher anmutenden Kuchen bevorzugt kann natürlich auf das Garnieren des Rands verzichten und das Frosting stattdessen zu gleichen Teilen zwischen den beiden Tortenboden und auf dem Kuchen verteilen.



Dieses Rezept ergibt etwa 12 bis 16 Portionen.

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten
Backzeit: 25 bis 28 Minuten pro Boden

Gesamtkosten: ab 5,90 € ***

*** Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von diversen Bioprodukten (z.B. Freilandeier, Karotten, unbehandelter Zitronenschale).

Samstag, 11. Juni 2011

[012] Zebrakuchen

Etwas schreckliches ist passiert. Nie hätte ich gedacht, dass es wirklich so weit kommen würde, aber es ist. Plötzlich, unerwartet und ohne jede Vorwarnung: Meine Mutter hat mich gegoogelt. Zu meiner großen Überraschung und all den sinistren, morbiden, beschämenden und unmoralischen Informationen über mich, die dieses wundervolle Ding namens 'Internet' einfach nicht vergessen will, waren es keineswegs meine literarischen Ergüsse ("Die Schlager-Nackt-Party", "Das Evangelium nach Facebook", "Cord an Cordula") die meine Mutter in eine gewisse Unruhe versetzten, sondern vielmehr die Erkenntnis darüber, dass ich zu ihrer großen Verwunderung (wie sie es nannte) technische Geräte bedienen könne, die nicht über einen USB-Anschluss verfügen. Sie sprach wohl, wie ich vermute, von meinem Backofen.

Deshalb (aus gegebenem Anlass) ein Rezept aus der kleinen, aber feinen Sammlung meiner Mutter. Aus jenen glücklichen Kindertagen als die Welt noch analog und offline war.



Zutaten:

2 ganze Eier
2 Eiweiss
250 gr Zucker
250 ml Milch
250 ml Öl
300 gr Mehl
1 tl Vanillezucker
1 tl Backpulver
2 el Kakao



Zubereitung:

1. Eier, Eiweiss und Zucker schaumig schlagen.

2. Milch und Öl untermischen.

3. Mehl, Vanillezucker und Backpulver mischen und in 3 Schwüngen langsam unterrühren bis ein glatter Teig entsteht. Um größere Luftblasen im Kuchen zu vermeiden, sollte der Teig nur langsam und nicht zu lange gerührt werden.

4. Den fertigen Teig in zwei gleichgroße Portionen teilen.

5. Zu einer der Portionen Kakao hinzufügen und gründlich untermischen.

6. Jetzt wird es tricky. Eine Springform (Ø 26 cm) gründlich einfetten und 3 Esslöffel der weißen Masse in die Mitte geben. Die Springform um 90 Grad drehen* und 3 Esslöffel der braunen Masse genau in die Mitte der weißen Masse geben. Die Springform abermals drehen und wieder 3 Esslöffel der weißen Masse in die Mitte geben. Zügig und unablässig fortfahren bis der komplette Teig in der Springform verteilt ist.

*Durch das Drehen werden die Ringe gleichmäßiger und das Kuchenmuster schöner. 

7. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen 40 Minuten lang bei 180° (Ober-/Unterhitze) backen. Mit einem Zahnstocher eine Garprobe machen. Fertig.



Dieses Rezept ergibt etwa 9 bis 12 Portionen.

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Backzeit: 40 Minuten

Gesamtkosten: ab 2,20 € **

** Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von Zutaten aus biologischem Anbau und anderer Bioprodukte (z.B. Freilandeier oder Bio-Kakao).