Samstag, 28. Mai 2011

[011] Macadamia-Chocolate-Cookies

Ich kann mich an kaum eine amerikanische Familiensoap aus Kindertagen erinnern, in der nicht in mindestens einer Episode Cookies gebacken wurden. Sei es Familie Connor, Cosby, Tenner oder Bundy - der Cookie gehört zum amerikanischen Kulturgut wie Baseball, Toys'R'us und Marlboro. Die Mutter aller Cookie Rezepte ist der Chocolate-Chip-Cookie. Eine etwas aufgemotzte Variante will ich euch heute ans Herz legen: Den Macadamia-Chocolate-Cookie. Viel Spaß beim Nachbaken.



Zutaten:

175 gr Butter
150 gr Brauner Zucker
100 gr Weißer Zucker
1 Ei
1 Eigelb
2 tl Vanillezucker
300 gr Mehl
1/2 tl Natron
100 gr Schokolade (Zartbitter oder Weiß)
75 gr Macadamia-Nüsse



Zubereitung:

1. Butter schmelzen. Braunen und Weißen Zucker unterrühren, bis der Zucker sich gelöst hat. Ei, Eigelb und Vanillezucker zugeben und alles 3 Minuten lang schaumig aufschlagen.

2. Mehl und Natron mischen und unter die Butter-Ei-Masse rühren.

3. Grob gehackte Madacamia-Nüsse und Schokolade unterheben.

4. Mit einem Esslöffel walnussgroße Kugeln formen und gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Dabei einen Abstand von mindestens 8 cm zwischen den einzelnen Teigkugeln einhalten, da sie beim Backen stark verlaufen.*

*Auf ein herkömmliches Backblech kommen etwa 10 bis 12 Kekse.

5. Kekse im vorgeheizten Backofen bei 160° (Ober-/Unterhitze) 12 Minuten backen. Anschließend auf einem Rost auskühlen lassen.



Dieses Rezept ergibt etwa 20 bis 24 Kekse.

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Backzeit: ca. 12 Minuten pro Backblech

Gesamtkosten: ab 4,00 € **

** Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von Zutaten aus biologischem Anbau und anderer Bioprodukte (z.B. Freilandeier oder Schokolade).

Samstag, 21. Mai 2011

[010] Birnen-Mandel-Tarte


Ich will es garnicht leugnen: Ich bin in einer Tarte-Phase. Der Grund dafür ist vermutlich darin zu finden, dass die meisten meiner Freunde offensichtlich im September gezeugt wurden. Allein in der nächsten Woche bin ich auf drei Geburtstagsfeiern geladen und ich habe, so leid es mir auch tut, im Moment einfach nicht die Zeit jedes Mal eine Sachertorte oder einen Frankfurter Kranz zu backen. Ganz davon abgesehen, dass bei Sonnenschein und 25° Grad im Schatten niemand in eine Komposition aus dreierlei Sahne beißen möchte. Aus diesem Grund, für alle Eiligen unter euch: Meine Birnen-Mandel-Tarte.



Zutaten für den Mürbeteig:

175 gr Mehl
1/2 tl Salz
115 gr Butter
1 Eidotter
2 El Wasser

Zubereitung:

1. Mehl, Salz und Butter mit der Hand zu einem krümeligen Teig vermischen.

2. Eidotter und Wasser hinzufügen.

3. Den fertigen Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie einschlagen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen.





4. Den Mürbeteig auf einer bemehlten Fläche ausrollen.

5. Eine Tarteform (Ø 28 cm) oder wahlweise eine Springform (Ø 26 cm) mit dem ausgerollten Teig auslegen.

6. Den Mürbeteig an mehreren Stellen mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Backofen 10 Minuten lang bei 200° (Ober/Unterhitze) blind backen. Damit sich der Teig beim Backen nicht anhebt, sollte er mit trockenen Bohnen oder Erbsen beschwert werden. Den Teig nach dem Backen für 5 Minuten auskühlen lassen.




Zutaten Füllung:

50 gr Butter
100 gr Zucker
3 Eier
125 gr gemahlene Mandeln
10 gr Kakao
3 Tropfen Mandelextrakt (nach Belieben)





Zubereitung:

1. Die weiche Butter mit dem Zucker luftig aufschlagen. Eier zugeben und 3 Minuten lang schaumig schlagen.

2. Gemahlene Mandeln, Kakao und nach Belieben Mandelextrakt unterrühren.

3. Die Masse gleichmäßig auf dem Tarteboden verteilen und alles mit den geviertelten Birnenhälften garnieren.



4. Die Tarte im vorgeheizten Backofen 30 Minunten lang bei 200° (Ober/Unterhitze) backen. Nach Belieben mit Puderzucker bestreuen und lauwarm mit etwas Sahne servieren.



Dieses Rezept ergibt 8 bis 12 Portionen.


Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Ruhezeit: mind. 1 Stunde
Backzeit: ca. 40 Minuten

Gesamtkosten: ab 3,90 € *

* Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von Zutaten aus biologischem Anbau (Birnen) und anderer Bioprodukte (z.B. Freilandeier).

Dienstag, 17. Mai 2011

[009] Apfel-Walnuss-Kuchen

Es ist jetzt Mitte Mai. Nicht gerade die klassische Zeit im Jahr um einen Apfel-Walnuss-Kuchen zu backen. Aber seit 2 Tagen hat der Wedding ("home is where the Herd is") keine Sonne mehr gesehen und der beständige Nieselregen fühlt sich alles andere als frühlinghaft an. Daran ändert auch nichts, dass seit einer halben Stunde ein rumänischer Bettlerjunge im Innenhof hockt und sich für die kommende Sommersaison ein seltsames MashUp aus "Besame mucho", "Hit the Road Jack" und "Satellite" beibringt. Aber wer wie ich im Juli das Weihnachtsoratorium von Bach hören kann, der kann im Mai auch einen Apfel-Walnuss-Kuchen backen. Ganz ohne mit der Wimper zu zucken! 



Zutaten für den Teig:

250 gr Mehl
125 gr Butter
50 gr Zucker
1/4 tl Salz
1 Päck. Vanillezucker
1 Ei
1 el Wasser

1. Mehl, Butter, Zucker, Salz und Vanillezucker zu einem krümeligen Teig verkneten. Ei und Wasser zufügen und alles zügig zu einem glatten Mürbeteig verarbeiten.

2. Teig in Klarsichtfolie einschlagen und für eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

3. Anschließend den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und eine ungefettete Springform (Ø 26 cm) damit auslegen. Den Teig an mehreren Stellen mit einer Gabel einstechen.





Zutaten für die Füllung:

50 gr Butter
50 gr Zucker
1 Ei
100 gr gemahlene Walnüsse
1 kg Äpfel (geschält und entkernt etwa 800 gr)
1 tl Zimt
2 el Zitronensaft

1. Die Butter schmelzen und mit dem Zucker und dem Ei schaumig schlagen. Anschließend die gemahlenen 
Walnüsse unterheben.

2. Äpfel schälen, entkernen und stückeln. Anschließend Zimt und Zitronensaft untermischen.

3. Äpfel unter die Butter-Walnuss-Masse mengen und gleichmäßig auf dem Boden der ausgelegten Springform verteilen.

4. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 200° (Ober-/Unterhitze) 10 Minuten backen. Danach auf 170° runterschalten und 30 Minuten weiterbacken. Unterdessen die Glasur vorbereiten.



Zutaten für die Glasur:

75 ml Schlagsahne
100 gr Honig
25 gr Butter
100 gr grob gehackte Walnüsse
1 tl Mehl

1. Sahne, Honig und Butter aufkochen und unter ständigem Rühren 2 Minuten köcheln lassen. Mit einem Schneebesen Mehl unterrühren und anschließend die grob gehackten Walnüsse untermengen.

2. Die Masse nach der 40 minütigen Backzeit gleichmäßig über dem noch heißen Kuchen verteilen und bei 170° weitere 15 Minuten backen.

3. Den Kuchen am besten lauwarm mit einer Kugel Vanilleeis oder etwas Sahne genießen.


Dieses Rezept ergibt 8 bis 12 Portionen.

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten
Ruhezeit: ca. 30 Minuten
Backzeit: ca. 60 Minuten

Gesamtkosten: ab 6,50 € *

* Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von Zutaten aus biologischem Anbau (Äpfel) und anderer Bioprodukte (z.B. Freilandeier, Honig).

Freitag, 13. Mai 2011

[008] New York Cheesecake


Es gibt eine Sache, die den New York Cheesecake maßgeblich von einem klassischen deutschen Käsekuchen unterscheidet: Eine gute Prise Salz! Der Boden eines New York Cheesecake muss ein bisschen salzig schmecken. Nicht in Gänze natürlich, aber: Erst durch eine leicht salzige Note harmoniert der krümelige Boden mit der zarten cremigen Süße der Füllung. Am liebsten nehme ich reines Meersalz, weil es gröber ist, als herkömmliches Speisesalz und sich bei der Zubereitung des Bodens nicht sofort auflöst, und auf diese Weise erst beim Essen seinen salzigen Geschmack entfaltet. Hier das Grundrezept meines liebsten New York Cheesecake: Seid mutig und salzet!

Zutaten:

150 gr Haferkekse
75 gr Zwieback
75 gr Butter
1/2 tl Salz
125 gr Zucker
250 gr Magerquark
600 gr Frischkäse
3 Eier
1 Päck. Vanillezucker




Zubereitung:

1. Haferkekse zerbröseln, Zwieback mahlen* und beides gründlich mit der Butter und einem halben Teelöffel Salz vermengen.

* Wer kein passendes Küchengerät zum Mahlen zur Hand hat, der kann sich auch mit einem ziploc-Beutel und einem Nudelholz weiterhelfen.

2. Die Masse gleichmäßig auf dem Boden einer Springform (Ø 26 cm) verteilen und fest andrücken.

3. Bei 170° im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze) 10 Minuten lang blind backen. Boden kurz auskühlen lassen.

4. Eier, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Magerquark und Frischkäse unterrühren.

5. Masse gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Der Rand der Springform sollte gut eingefettet sein, damit sich die Füllung nach dem Backen leicht vom Rand lösen lässt.

6. Den Kuchen bei 170° weitere 40 Minunten backen.

7. Nach dem Backen sollte der Kuchen mit einem flachen Messer vorsichtig vom Rand gelöst werden und anschließend in Ruhe auf Zimmertemperatur abkühlen. Der Vorgang des Auskühlens sollte nicht künstlich beschleunigt werden, um ein Einreisen des Kuchens und Aufweichen des Bodens zu verhindern.

8. Den fertigen Kuchen leicht gekühlt genießen. Am besten schmeckt er, wenn er nach dem Auskühlen eine Nacht lang im Kühlschrank aufbewahrt wurde. 
Nach Wunsch mit einer dünnen Schicht Himbeermousse überziehen.  



Dieses Rezept ergibt etwa 8 bis 12 Portionen.

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten
Ruhezeit: ca. 2 Stunden, nach Möglichkeit über Nacht
Backzeit: 40 Minuten

Gesamtkosten: ab 5,30 € **

** Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen bestimmter Bioprodukte (z.B. Freilandeier).

Samstag, 7. Mai 2011

[007] Carrot Cake Cookies



Immer wenn ich das Wort Karottenkuchen höre, verfalle ich in eine tiefe Depression. Schuld daran ist ein kleines, unscheinbares Café in Kreuzberg, in dem ich vor 4 Jahren den perfekten Carrot Cake gegessen habe: Saftig und leicht, würzig und süß - perfekt, in jeder Hinsicht. Seitdem es besagtes Café nicht mehr gibt, spuke ich wie ein ruheloser Geist durch meine Küche, um im fahlen Schein eines sichelförmigen Mondes Karottenkuchen zu backen. Immer in der tiefen Hoffnung, das Rezept von damals zu finden. Doch die Erinnerung ist ein strenger Richter, und gäbe es nicht das folgende Rezept, ich hätte meine Gralssuche längst aufgeben. Deshalb (für alle Karottenkuchen-Kreuzritter unter euch) mein ganz persönliches Methadonprogramm.




Zutaten für die Kekse:

225 gr weiche Butter
2 große Eier
200 gr weißer Zucker
200 gr brauner Zucker
1 tl Vanilleextrakt
275 gr Mehl
1 tl Natron
1 tl Backpulver
1/2 tl Zimt
1/2 tl gemahlener Ingwer*
1/4 tl geriebene Muskatnuss
175 gr Hafer- oder Schmelzflocken
3 große Karotten (ungeschält 300 bis 350 gr)

*Gemahlenen Ingwer gibt es im Asiamarkt oder im gut sortierten Supermarkt. Durch Zimt, Ingwer und Muskatnuss erhalten die Kekse eine leicht würzige Note. Wem das zu weihnachtlich erscheint, kann problemlos auf Zimt und/oder Muskatnuss verzichten. 





Zubereitung:


1. Butter, Eier, Vanilleextrakt, sowie die beiden Zuckersorten 3 bis 4 Minuten lang luftig aufschlagen.

2. Mehl, Natron, Backpulver, sowie Zimt, Ingwer und Muskatnuss in einer großen Schüssel vermischen und anschließend in drei Schwüngen unter die Butter-Ei-Masse rühren.

3. Karotten schälen, fein raspeln und mit den Haferflocken unter den Teig heben.

4. Teig für mindestens 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

5. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mit einem Teelöffel walnussgroße Teighäufchen formen und mit einem Abstand von 5 bis 7 cm gleichmäßig auf dem Backblech verteilen. Vorsicht ist geboten, da die Teighäufchen beim Backen stark auseinanderfließen.

6. Die Teighäufchen im vorgeheizten Backofen bei 175° (Ober-/Unterhitze) 16 bis 18 Minuten backen und anschließend auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.

7. Die Schritte 5 und 6 wiederholen, bis der komplette Teig aufgebraucht ist.

Zutaten für die Füllung:

225 gr Frischkäse
100 gr Butter
125 gr Puderzucker
1 tl Vanilleextrakt

Zubereitung:

1. Butter und Frischkäse luftig aufschlagen.

2. Puderzucker und Vanilleextrakt unterrühren, bis eine glatte cremige Masse entsteht.

3. Zwei Kekse mit einer kleinen Menge Creme zusammenfügen. Kekse vor dem Verzehr kühlen.

Die fertigen Kekse sind gekühlt bis zu 4 Tage haltbar.



Dieses Rezept ergibt etwa 35 bis 40 Kekse.


Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Ruhezeit: ca. 60 Minuten
Backzeit: 16-18 Minunten pro Blech

Gesamtkosten: ab 4,90 € **

**Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von Zutaten aus biologischem Anbau (Brauner Zucker) und anderen Bioprodukten (z.B. Freilandeier).