Fünf Fragen

"Warum eigentlich ein Backblog?"
Es gibt Menschen, die ein gutes Rezept hüten wie ihren Augapfel, und obwohl ich eine Neigung zur Geheimniskrämerei durchaus nachvollziehen kann, sehe ich keinen großen Sinn darin, mit einem Rezept, das mich begeistert, hinterm Berg zu halten. Natürlich ist so ein Blog alles andere als uneigennützig. Besteht doch das Grundwesen des Weblogs in einer gewissen Selbstinszenierung. Dennoch ist es mir wichtig in erster Linie meine Rezepte in den Vordergrund zustellen, und all jene positiven Erlebnisse und Erfahrungen (vielleicht auch hin und wieder mal meine Misserfolge) mit euch zu teilen, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe. Denn, unter uns gesagt: Was bringt mir der leckerste Kuchen dieser Welt, wenn ich ihn alleine essen muss?


"Woher stammen deine Rezepte?"
Der größte Teil der Rezepte dieses Blogs stammt aus meiner eigenen Sammlung. Rezepte, die mir im Laufe der Jahre auf verschiedenste Weise und von unterschiedlichster Seite zugetragen wurden, sei es von Freunden, Bekannten oder Anverwandten. Ich muss aber vorausschicken, dass ich zum Experimentieren neige. Wohlwollend könnte man es als kreative Leistung bezeichnen, dass ich die meisten dieser Rezepte im Laufe der Zeit nach meinen Vorstellungen, Ideen und Vorlieben verändert habe.
Eine nicht zu leugnende Quelle an neuen Rezepten sind natürlich auch die zahlreichen Koch- und Backseiten, die sich im Internet immer größer werdender Beliebtheit erfreuen. Obgleich es sich oft ein wenig schwierig gestaltet, aus der großen Menge an ähnlichen Rezepten das richtige auszuwählen. Meine eigene Erfahrung hat gezeigt, dass oft erst das Verknüpfen mehrerer Rezepte, zu einem respektablen Ergebnis führt.
Backblogs wie dieser sind im deutschsprachigen Raum leider noch eine Seltenheit. Obwohl ich guter Dinge bin, dass sich das schon bald ändern wird, sind es bisher vor allem englischsprachige Blogs, die sich der backenden Kunst verschrieben haben. Sie sind zahlreich und glänzen oft durch einen (anfänglich etwas einschüchternd) hohen Standard in Text und Bild. Passionierte Hobbybäcker werden dort eine Fülle an Ideen und Inspiration finden, auch wenn es ein wenig Überwindung kostet, sich mit den fremd und kryptisch anmutenden amerikanischen Maßeinheiten auseinanderzusetzen. Allen rechenfaulen Gemütern empfehle ich stattdessen dieses 4-teilige Edelstahl Cup-Maß Set (Link).

"Wozu eigentlich die Werbung?"
Ich habe lange überlegt, ob ich auf meinem Backblog Werbung einblenden möchte. Meine ersten Zweifel waren dabei ästhetischer Natur. Neben der Qualität meiner Rezepte, liegt mir vor allem die klare, reduzierte Linie meines Blogs am Herzen, und ich möchte nicht, dass das durch einen blinkenden Werbebanner für 'Rezeptfreie Diätpräparate' oder 'Frauen aus deiner Umgebung' verschandelt wird. Dennoch: Gezielt, aber dezent gesetzte Werbung ermöglicht es mir oft neue Inhalte zu generieren - d.h. vor allem neue Rezepte auszuprobieren, nach meinen Vorstellungen zu verfeiern und in diesem Blog bereitzustellen.
Ich verstehe, dass vor allem fremd generierte Werbung vielen Lesern und Leserinnen ein Dorn im Auge ist. Deshalb habe ich beschlossen nur für Seiten und Produkte zu werben, die ich selbst im Zuge dieses Blogs und meiner Backtätigkeit verwende, oder deren Dienstleistung und Angebote mich persönlich überzeugen.


"Wer macht die Fotos in deinem Blog?"
Die Bilder dieses Blogs wurden mit einer digitalen Spiegelreflexkamera der Marke Canon aufgenommen. Es handelt sich dabei um das Modell EOS 400D. Um einen deutlichen Schärfe-Unschärfe-Effekt zu erzielen verwende ich ein 50mm Objektiv von Canon (Link), das sich neben der Lebensmittelfotografie vor allem für Portraitaufnahmen eignet. Bei meinen Aufnahmen verzichte ich für gewöhnlich auf künstliche Beleuchtung, sowie größere Nachbearbeitungen mit Photoshop oder ähnlichen Programmen. Für das einfache und schnelle Zuschneiden der Bilder verwende ich das Programm Picasa.


"Was machst du bloß mit dem ganzen Kuchen?"
Es wird wohl den Großteil meiner Leserschaft überraschen zu erfahren, dass ich gar kein so großer Fan von süßem Backwerk bin. Natürlich esse ich hin und wieder ein Stück Kuchen, aber wenn es um den reinen Eigenbedarf geht, backe ich lieber eine deftige Spinatquiche oder eine herzhafte Tomatentarte, als eine Schokoladen-Buttercremetorte.
Zum Glück habe ich viele gute Freunde, die sich aufopferungsvoll, unablässig und ohne jeden Eigennutz jener Kuchen und Keske, Tartes und Torten, Muffins und Scones annehmen, die Woche für Woche als Nebenprodukt dieses Backblogs anfallen. Ein guter Kuchen geht eben weg wie warme Semmeln!