Samstag, 15. Juni 2013

[024] Teekuchen


Ich kann nicht leugnen: Ich mag es saftig! So hübsch Großmutters Marmorkuchen auch anzusehen war, ohne ein Glas Milch dazu hätte ich als Kind kein einziges Stück davon herunterbekommen. Vom Sandkuchen aus der Backwarenkette um die Ecke soll dabei gar nicht erst die Rede sein. Nur so viel: Sie werden schon wissen, warum sie ihn dort 'Märkischen Sand Kuchen' nennen. Zum Glück ist mir vor ein paar Jahren dieses Rezept in die Hände gefallen: Englisch soll es sein. Angeblich. Wer weiß ob's stimmt? Zumindest der schwarze Tee im Teig spricht sehr dafür, und dass er so wunderbar feucht ist. Saftig eben. Let's give it a try! Es lohnt sich!       



Zutaten:

6 gr schwarzer Tee (Earl Grey, Darjeeling oder Assam)
225 ml Milch
175 gr weiche Butter
100 gr Zucker
2 große Eier
100 gr Honig
1 Päck. Vanilleextrakt
250 gr Kuchenmehl (Weizenmehl Typ 550)
1 1/2 tl Backpulver
1/2 tl Salz



Zubereitung:

1. Teeblätter, falls lose, zuerst fein mahlen. Beuteltee dagegen direkt in 225 ml Milch aufkochen. Gemisch vom Herd nehmen und vollständig auskühlen lassen.

2. Butter und Zucker 3 Minuten lang cremig aufschlagen. Eier einzeln zugeben und je 2 Minuten lang unterrühren, bis eine cremige Masse entsteht. Anschließend Honig und Vanilleextrakt zugeben und weiterrühren, bis alle Zutaten gründlich vermischt sind.

3. Mehl, Backpulver und Salz miteinander vermengen. Nun das Mehl und das Milch-Tee-Gemisch abwechselnd und in kleinen Portionen unter die Butter-Ei-Masse rühren.

4. Eine Kastenform (25 cm) mit Butter ausstreichen und mehlen. Überschüssiges Mehl ausklopfen.

5. Den Teig gleichmäßig in die Kastenform füllen. Nach Belieben 3 Esslöffel Zuckerrübensirup zügig unterheben.

6. Im vorgeheizten Backofen bei 175° (Ober-/Unterhitze) 55 bis 60 Minuten lang backen. Mit einem Zahnstocher eine Garprobe machen. Vollständig auskühlen lassen und mit einem Glas Milch oder etwas Sahne genießen.



Dieses Rezept ergibt etwa 12 Portionen.

Zubereitungszeit: 20 Minuten
Backzeit: 60 Minuten

Gesamtkosten: ab 3,50 € *

* Ausgehend vom durchschnittlichen Discounterpreis gängiger Backzutaten, abgesehen von diversen Bioprodukten (z.B. Freilandeier, Honig).



Kommentare:

  1. Oh, der ist, glaube ich, genau nach meinem Geschmack! Ich kenne das, ich mag zwar "trockenen" Kuchen, also ohne Creme und Sahne und so, aber saftig muss er trotzdem sein. Ich hoffe, ich hab bald mal Gelegenheit, den auszuprobieren. Danke schonmal fürs Rezept!

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  2. grad gebacken - super lecker und fluffig!

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  3. Prima Rezept. Wir lieben zwar Ruebenkraut - bekommen es hier aber leider nicht. Sollte ich es dann ersatzlos streichen - oder durch Honig oder Ahornsirup ersetzen?
    Danke fuers Antworten.
    Liebe schottische Gruesse,
    Nessie

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    1. dunkler honig mit einer kräftigen note geht sicherlich auch. ahornsirup müsstest du mal austesten, könnte geschmacklich etwas untergehen.
      grüße
      paul

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  4. Rübenkraut? Rübenkraut? Ich seh kein Rübenkraut in der Zutatenliste? (Wir haben nämlich Rübenkraut).

    Aber: was ist denn '1 Päckchen' Van.extraxt? Ich hab hier nur 'ne Flasche mit flüssigem? mhm....

    LG aus Holland
    Nadja

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    1. hallo nadja,
      ein paar tropfen dürfen reichen. ich benutze immer vanilleextrakt in kleinen päckchen á 5 gramm. du kannst es zur not auch durch ein päckchen vanillin ersetzen.
      viel erfolg beim nachbaken!
      paul

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  5. Hab den Kuchen gestern Abend gebacken... Vielen Dank für das tolle Rezept!!! Ist wirklich super saftig geworden.
    Viele Grüße
    Nicole

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  6. Großartiges Rezept, einfach köstlich, fluffig, saftig und so weiter.
    Ich musste ihn als Muffin machen, weil ich keine Ahnung habe, wo zum Teufel meine Kastenform ist. Hat genauso gut geklappt.

    Also, vielen Dank!
    Daniel

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  7. Bevor ich mich heute Abend an die Arbeit mache, eine Frage zur Reihenfolge: Ich bin bei klassischen Rührteigen eigentlich gewohnt und erfolgreich nach dem Prinzip "Eier und Zucker schaumig rühren, dann Fett dazu" unterwegs - warum schlägst du hier vor, erst Butter und Zucker zu mixen? Wird der Kuchen dadurch fester oder hat das andere Auswirkungen? Danke für deine Antwort! LG, Sina

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    1. hallo sina,
      wenn die butter wirklich sehr weich ist, dann ist die reihenfolge eigentlich egal. sollte die butter aber ein bisschen zu fest oder zu kalt sein, kann es passieren, dass sie sich nur schwer unter die zucker-ei-masse rühren lässt.
      ich habe gute erfahrungen damit gemacht erstmal zucker und butter schaumig aufzuschlagen, und zwar gründlich. dann machen die eier keine großen schwierigkeiten.
      viel erfolg und beste grüße
      paul

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  8. Special im Geschmack, aber göttlich -> war am Wochenende ein voller Erfolg :-)

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  9. Ich habe mich gerade gefragt, ob man auch andere Teesorten nehmen kann? Ansonsten klingt das Rezept sehr gut, ich werde es doch glatt mal ausprobieren. ;-)

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  10. Der Kuchen schmeckt total lecker, saftig, alle waren begeistert und wollten das Rezept!

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  11. Voller Erfolg bei meinen Jungs auch am Schulbuffet:)
    Ich nehm übrigens einen Earl Grey mit Aprokosengeschmack und noch Tonkabohne -hmmmm!
    Supertoller ästhetischer Blog!

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  12. Hallo,
    habe vor den Kuchen demnächst zu backen. Ich bin echt gespannt!

    Aber warum den Zuckerrübensirup erst in den Form unterheben und nicht einfach in der Schüssel?

    Hat das einen speziellen Grund?

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  13. Sagenhaft gut schmeckt dieser Kuchen auch mit Yogi Tee Classic. Gibt eine tolle Gewürznote.

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  14. WOW <3 Deine Rezepte sind unschlagbar und sehen fantastisch aus! echt zum anbeissen<3
    Wünsche dir ein super schönen Sonntagabend <3
    Love, Franschka
    www.franschka.blogspot.de
    (würde mich soooo freuen, wenn du mal bei mir vorbeischaust <3)

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